Virtuelle Herausforderung gut gemeistert.

Mit ca. 80 Anmeldungen für die angebotenen Workshops waren die Anmeldelisten für das Creative Connect Online Special am 23. Mai 2020 gut bestückt. Insgesamt wurden 16 Workshops von 9 Lehrenden angeboten:

  • ten Hoevel: Denk mit der Hand – die menschliche Figur be-greifen 
  • Wetzel: Designgrundlagen – figürliches Zeichnen „hidden figures“ und  Storyboard „backward roll“
  • Neubert: Online-Medien und Webgestaltung mit WordPress und WordPress-Basics 
  • Staudenrausch: Prototyping 
  • Maxbauer: Angestellt sein oder selbstständig machen
  • Schneider: Sketching Kurs – Ideen von Hand 
  • Diefenbach: Visual Thinking und Labor Farbe 
  • Hilkert: Character Design
  • Lanig / ten Hoevel: Kopfpflege/ Design-Gymnastik 

Nach der gemeinsamen Begrüßung teilten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihre Workshopangebote auf. In Gruppen von 4 bis 20 Personen wurde am Vormittag sowie am Nachmittag kreativ und inhaltsreich gearbeitet. Vertreten waren Studierende von Semester zwei bis hin zu den Alumni und Interessierten aus den Studienzentren. Positiv war, dass die Bandbreite in unseren Adobe Connect Räumen stand hielt, ab einer Größe von 50 Personen musste zu Gunsten der Bandbreite auf die Webcams verzichtet werden.

Das Ziel, eine Zusammenführung der Studierenden auf virtueller Ebene in einem alternativen Format umzusetzen, konnten wir gut umsetzen. Dennoch besteht bei Studierenden wie Lehrenden das Bedürfnis, regelmäßige reale Treffen in Bad Sooden-Allendorf wahrnehmen zu können. Wir hoffen auf das reale Zusammentreffen Ende November 2020.

“Auf jeden Fall wieder ein Motivationsboost fürs Studium. Leider nicht ganz so toll wie vor Ort. Die Stimmung ist schon immer bombastisch gewesen. Trotzdem eine super Alternative. Danke für die Anpassungsfähigkeit und das möglich machen. “

Auch Frau Prof. Dr. Michaela Zilling griff in ihrer Begrüßung das Motto „The Joy of Us“ des Creative Connects auf – vor allem in diesen Zeiten kommt es auf eine starke Gemeinschaft und ein motiviertes Team an. Das Motto spielt in einem Doppelsinn auf das Usability-Prinzip an, bei dem es nicht nur um die Funktion geht, sondern auch um Ästhetik und Emotionen. Diese Anforderungen gelten grundsätzlich für die Creative Camps, auch wenn es dieses Mal „nur“ zu einem virtuellen Treffen kommen konnte. Da das Motto noch aus der „vor Corona“-Zeit stammt, wurde so eben auch eine Spannung zu diesem Online-Special geschaffen.

Es war und ist uns als Fachbereich wichtig, dass dieses sozialisierende und semesterübergreifende Event stattfinden kann – in diesem Fall erforderten besondere Umstände eben auch besondere Maßnahmen. Für alle Beteiligten war dieses Event etwas Besonderes, dies zeigte auch die positive Stimmung. Auch für die Lehrenden war es eine neue Erfahrung und Herausforderung: Experimentieren, verstehen und improvisieren wurde auch hier als wertvoll erachtet. Diese Herausforderung werden wir als Kollegium zurück in die reguläre Lehre tragen.

“Super Format der virtuellen Lehre – das bekommt nicht jede Bildungseinrichtung so reibungslos und in dieser Qualität hin!“

Zum Abschluss wurde in der qualitativen Umfrage wenig kritisiert und viel gelobt. In den vergangenen Creative Camps wurde die Kommunikation und die Kommunikationswege oft kritisiert, dies konnten wir in diesem Camp deutlich verbessern, es gibt aber auch noch Potenzial nach oben. Die angesprochenen Kritikpunkte werden wir gezielt besprechen und bearbeiten, um hier für alle Beteiligten die optimale Kommunikation zu erreichen.

“Organisation und Kommunikation waren super!” 

Im Abschlussplenum haben wir die „DIPLOMA Design Challenge“ eröffnet. Die erste Aufgabe ist seit der Abschlussrunde des Creative Connects online: https://www.facebook.com/groups/217711318742834/

„Als wir vor etwa einem Jahrzehnt mit der virtuellen Lehre in Grafik-Design starteten, diente das Format dem Defizit, das künstlerische Arbeit die Physis brauchen“, so Gründungsdekan Prof. Staudenrausch. „Dass wir die 14. Ausgabe des Creative Camps wegen der Pandemie re-virtualisieren, zeigt, dass wir anspruchsvolle kunstpädagogische Ziele mittlerweile auch über die Distanz gut erreichen können“, ergänzt Studiengangsleiter Prof. Dr. Lanig. Und Prof. Martina Wetzel freut sich auf eine hoffentlich wieder reale Fassung im November: „Der soziale Aspekt des Camps entfaltet sich mit echten Begegnungen natürlich viel besser!“

Rückblick Kurse Mai 2020

9:30 – Gemeinsames Intro

Kurse Samstag Vormittag

Denk mit der Hand: die menschliche Figur be-greifen

bei Christiane ten Hoevel

Über den Willen zu kreativen Lösungen zu kommen ist schwierig und oft unmöglich. Es gelingt eher, wenn wir uns entlang eines spielerischen Tuns fortbewegen und die dabei entstehenden Vorschläge genau wahrnehmen. Bei diesem Zusammenspiel von eperimentieren und wahrnehmen nimmt die gestaltende Hand den Kopf an die Hand und erklärt ihm, was er nicht be-greifen kann.
Aktzeichnen ist eine wunderbare Gelegenheit das Wahrnehmen zu verfeinern und genau hinzuschauen. Über ein minimales Grundgerüst aus Basiswissen nähern wir uns der Darstellbarkeit menschlicher Figur. Aus spielen wird wiederholen wird üben wird gestalten.

Visual Thinking

bei Cornelia Diefenbach

Wer kennt das nicht? Beim uralten Kinderspiel „Stille Post“ flüstert ein Teilnehmer seinem Nachbarn einen kurzen Satz zu, der dann reihum weitergegeben wird, bis der Letzte das Gehörte laut sagen muss – großes Gelächter ist garantiert, denn auf dem Weg von Ohr zu Ohr kommen fast immer kuriose Ergebnisse heraus! Was im Spiel durchaus lustig ist, kann in der Projektentwicklung und in Meetings zu wenig produktiven Ergebnissen führen. Wenn es zielgerichtet sein soll, brauchen wir Beides: Spiel und Regel Visual Thinking kann als gemeinsame Basis für den weiteren Prozess genutzt werden. Ein Bild, eine Form, ein Zeichen, visuelle Anker, zeitliche Abläufe und die Gewichtung der Bereiche unterstützen dabei. In kleinen praxisnahen Übungen schauen wir uns verschiedenen Formen (Zeichen, Anker, Symbole ,Bilder‘, Farben) an und üben uns in der Visualisierung von Abläufen.

FIGÜRLICHES ZEICHNEN – HIDDEN FIGURES

bei Martina Wetzel

WER RADIERT, VERLIERT! Zeichnen als unmittelbarer Ausdruck der Seele. Das Bestimmen von Proportionen und Verhältnissen, das Übersetzen des Räumlich-Plastischen auf die Fläche – Die Schule des Sehens. Im Laufe der praktischen Arbeit finden die ZeichnerInnen eine begrenzte Anzahl von Techniken, zeichnerischen Sprachen, die dem eigenen Charakter entsprechen. Das Ziel der Veranstaltung ist, einen guten Strich zu entwickeln – diszipliniert und freizügig zugleich.

Online-Medien und Webgestaltung mit WordPress

bei Christina Neubert

WordPress als die Welt der unbegrenzten Möglichkeiten? Zwischen CMS und Webbaukasten: Jimdo, Wix und WordPress. WordPress Basics von Themes über Plugins und Gestaltungsmöglichkeiten.

Sketching Kurs – Ideen von Hand

bei Tilo Schneider

Bleiben Sie neugierig – nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten beim Zeichnen und Illustrieren von Hand! Zeichnen macht Spaß. Jede noch so kleine Skizze verbindet Kopf, Hand und Bauch auf angenehme Weise. Erweitern Sie Ihren visuellen Horizont und erzählen Sie mehr mit Bildern! Im Sketching Kurs „Ideen von Hand“ probieren wir intuitive Methoden und kreative Techniken aus – für mehr Illustration in allen beruflichen und privaten Projekten.

Angestellt sein oder selbstständig machen: Die Motivationen, Chancen, Risiken.

bei Andreas Maxbauer

Lieber Sicherheit oder lieber gestalterische Freiheit und ohne Chef? Vor dieser Frage stehen viele Designerinnen und Designer wenn sie überlegen, wie sie ihren Beruf ausüben möchten. Wir beleuchten die persönlichen Motivationen, reden über echte und vermeintliche Freiheiten und eventuelle Risiken – die es in beiden Formen gibt.

Prototyping

bei Tilo Staudenrausch

Character Design

bei Nicole Hilkert

Sicher kennen Sie die biblische Geschichte, in der Noah von jeder Art ein Pärchen an Board lässtZur Zeit Noahs wegen einer großen Sturmflut; in der heutigen Zeit lässt uns Corona in unserem Boot schwimmenIhre Aufgabe wird es sein, sich ein tierisches Pärchen auszusuchen, und jedes der Beiden mit einer anderen Emotion illustrativ darzustellen – denken Sie hinsichtlich dessen auch an Ihre eigenen Quarantäne-Gefühle. 

Mittagspausenprogramm

Kopfpflege / Design-Gymnastik

bei Christiane ten Hoevel und Andreas Lanig

Gemeinsames Mittagessen (z.B. in Themengruppen)

Selbstorganisation durch euch

Kurse Samstag Nachmittag

Labor Farbe

bei Cornelia Diefenbach

Farbe lebt im Kontext auf! Farben wirken mit-, auf- teils gegeneinander. Im Kontext Grafikdesign,
Gestaltung und Medien sollen sie in den Bereichen
• Lesbarkeit/Effizienz/Funktion > Klarheit erzeugen.
• Kultur/Geschichte/Ethnografie/Storytelling > Zeitgenössische Bezüge herstellen.
• Gefühl/Emotion/Haptik > Körperliche Verständlichkeit vermitteln.

Anhand von Übungen /Aktivitäten aus den genannten Bereichen gestalten Sie/ gestalten wir eine Farbgebung (Schrift, Umgebung, Charakter) für ein Kinderbuch.

STORYBOARD – BACKWARD ROLL

bei Martina Wetzel

WER BEGINNT, GEWINNT! Neben der Vermittlung der grundlegenden Techniken liegt der Schwerpunkt in der Umsetzung mit vielen praktischen Übungen. Dies umfasst das Erlernen der elementaren Darstellungsformen von Raum, Körpern und Gesichtern und der Übersetzung von Kamerabewegung und Schauspielerbewegung in lesbare Bilderfolgen. Das Ziel der Veranstaltung ist, die wichtigsten Bildinformationen einer Einstellung maximal reduziert kommunizieren zu können.

WordPress-Basics

bei Christina Neubert

Einblicke ins WordPress-Backend und die Möglichkeit selbst in WordPress zu „Spielen“. Tipps zum Vorgehen, zur Ideenfindung und Umsetzung.

Sketching Kurs – Ideen von Hand

bei Tilo Schneider

Bleiben Sie neugierig – nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten beim Zeichnen und Illustrieren von Hand! Zeichnen macht Spaß. Jede noch so kleine Skizze verbindet Kopf, Hand und Bauch auf angenehme Weise. Erweitern Sie Ihren visuellen Horizont und erzählen Sie mehr mit Bildern! Im Sketching Kurs „Ideen von Hand“ probieren wir intuitive Methoden und kreative Techniken aus – für mehr Illustration in allen beruflichen und privaten Projekten.

Angestellt oder selbstständig sein: Was bedeutet das für das Portemonnaie?

bei Andreas Maxbauer

Angestellte Designer verdienen mehr sind aber nur bis sie Vierzig sind; freie Designer halten länger durch, verdienen aber weniger – so die grobe Einschätzung. Wir schauen uns die Grundannahmen an und betrachten eventuelle Stellschrauben zur Verbesserung der finanziellen Situation.

Character Design

bei Nicole Hilkert

Sicher kennen Sie die biblische Geschichte, in der Noah von jeder Art ein Pärchen an Board lässtZur Zeit Noahs wegen einer großen Sturmflut; in der heutigen Zeit lässt uns Corona in unserem Boot schwimmenIhre Aufgabe wird es sein, sich ein tierisches Pärchen auszusuchen, und jedes der Beiden mit einer anderen Emotion illustrativ darzustellen – denken Sie hinsichtlich dessen auch an Ihre eigenen Quarantäne-Gefühle. 

16:00 – Gemeinsames Outro

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