Wiederaufnahme nach drei Digital-Semestern: Hybrid und Hungrig

Ästhetische und emotionale Spielfreude bei Studierenden im Fachbereich Gestaltung und Medien

„Der Studiengang Grafik-Design hat sich über das innovative Formate des ‚Creative Camp‘ hervorgetan. Daher ist der Anspruch, gestalterische Workshops hybrid anzubieten, in dieser Zeit folgerichtig.“ so die Präsidentin Frau Prof. Dr. Zilling in ihren Grußwort.

Am Wochenende des 20. und 21. November fand nach drei digitalen Semestern erstmals wieder das beliebte „Creative Camp“ statt. Innerhalb der über 80 Anmeldungen haben sich etwa 30 Studierende für eine Teilnahme vor Ort entschieden. Der zweitägige Event war so in etwa 10 gleichzeitig vor Ort und digital stattfindende („hybride“) Workshops aufgeteilt, weitere etwa 20 Workshops fanden entweder vor Ort oder rein digital statt.

„Die Angebote ergänzen die Module der ersten vier Semester. Wir haben Angebote ausgegliedert, die eine besondere Anforderung an manuelle Techniken und an die zwischenmenschliche Dynamik stellen. Ganz wesentlich ist darüber hinaus schlicht der direkte Kontakt zwischen Studierenden und den Lehrenden an diesem Wochenende“, so Studiendekan Prof. Dr. Andreas Lanig.

„Für uns im dritten Semester ist dieses Wochenende die erste Gelegenheit im Studium gewesen, uns in Präsenz kennenzulernen. Wir sind dankbar, dass dies in dieser Form möglich gemacht wurde“, so die Studierende Nadja Kästle.

Samstag, 20. November 2021

09:30 – Gemeinsames Intro

Kursangebot Samstag Vormittag (10:00 bis 12:30 Uhr)

Kreatives Schreiben

bei Andreas Lanig

Grafik oder Text? Am besten beides. Die Text- und Konzeptstärke ist eine kreative Querschnittskompetenz, die kanal- und medienübergreifend auf den Arbeitsmärkten gefragt ist. In diesem Workshop nähern wir uns ans Schreiben höchst spielerisch, anarchisch und bisweilen albern.

Materialliste:

Einige alte Zeitschriften aus dem Altpapier mit hohen Bildanteil, mit diesen werden wir collagieren.

Prototyping

bei Tilo Staudenrausch

Design ist in vielerlei Hinsicht haptisch – auch wenn es virtuell ist. Gerade wenn es virtuell oder digital müssen wir die Basics des Handwerks stärken. Willkommen in Onkel Tilos Bastelstunde.

Materialliste:

Stein, Schere, Papier, Cutter, Kleber/Fixogum, Rakel

LIGHTPAINTING – MALEN MIT LICHT

bei Martina Wetzel

LICHT AUS – SPOT AN ! Das Licht ist unser Fotomotiv. Kreativität, Farbe, Bewegung und Licht bilden eine ästhetische Einheit, welche durch harmonische Linien und transparente Flächen gebildet wird. Durch Langzeitbelichtung entstehen fantasievolle und grafisch interessante Bilder die mystisch, originell und  edel auf uns wirken. Das Ziel der Veranstaltung ist, einen spielerischen und experimentellen Zugang in das komplexe Themenfeld Fotografie zu bekommen.

Materialliste:

Digitale Kamera, Stativ, Fern- oder Kabelauslöser, Leuchtmittel (LED-Taschenlampe, fluoreszierende chemische Leuchtstäbe), Farbfilterfolien

ZEICHNEND SPRECHEN

bei Christiane ten Hoevel

Die Aufgabe der Zeichnung im Leben eines/einer Designer*in ist es, zu kommunizieren, was sich nicht mit Worten sagen lässt. Zeichnen und sprechen fördert sich dabei gegenseitig. Dieses kommunikative Wechselspiel untersuchen wir anhand von Beispielen und praktischen Übungen.

Materialliste:

Skizzenpapier bis A3 weiche Bleistifte (z.B. B3,6 und 8) Zeichenkreide (die 4-Kantstäbchen) Aquarellfarben (kleiner Kasten genügt) mit Pinsel

GEKAUFT WIE GESEHEN – ÜBER DIE NOTWENDIGKEIT EINES GUTEN BRIEFINGS

bei Andreas Maxbauer

Um zielgerichtet gestalten zu können müssen Designerinnen und Designer viel über den Auftrag, den Kunden und die Zielgruppe wissen. Mit einem guten Briefing lassen sich die Informationen gewinnen die zu einem passenden Design führen. Das Seminar zeigt Wege zu den richtigen Briefinginhalten und damit zu einer passenden Präsentation.

Materialliste:

AUGMENTED REALITY & VIRTUAL REALITY. EINSTIEG IN IMMERSIVES DESIGN

bei Jan Sieber und Andreas Rauth

Mit Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) bezeichnet man die Kombination von interaktiven digitalen Elementen mit einer Ansicht der Wirklichkeit (AR), bzw. eine vollständig digital erzeugte Welt, in der sich der Anwender bewegen und mit der er interagieren kann (VR). Der Workshop bietet einen Überblick zu verschiedenen Anwendungsgebieten und einen praktischen Einstieg in die Produktion von AR-Projekten mit Standardsoftware der Adobe Cloud.

Materialliste:

Adobe Creative Cloud: Aero, AfterEffects, Dimension, Premiere. iPad, iPhone

INDESIGN BASICS

bei Christina Neubert

Musterseiten, Absatzformate, Zeichenformate, Bilder und Druckdaten – Fragen und Unsicherheiten werden in diesem Basic Crash-Kurs schnell beseitigt.

Materialliste:

Aktuelle Version von Adobe InDesign

Hochdruck Teil 1

bei Christiane Wegner-Klafszky

Wir verwenden die älteste Drucktechnik, um mit Typografie zu gestalten. Das Experiment und Kennenlernen unterschiedlicher Möglichkeiten, wie z.B. Material- und Schablonendruck stehen am Anfang. Im Anschluss daran werden Sie mit Schriften, die Sie entworfen haben, oder die Ihnen besonders gut gefallen, sowie mitgebrachten Texten individuelle Druckgrafiken gestalten.

Materialliste:

Dazu bitte folgendes mitbringen: Wenn Sie in Typografie eigene Schrift entwickelt haben: Bitte Ausdrucke/Kopien von dieser mit Versalhöhe 4-5 cm mitbringen. Schriftschnitt: bold. Oder mit Schriften, die Ihnen gefallen. Z.T. können Buchstaben auch schon ausgeschnitten sein. Hier sind der Buchstabe selbst (Positivform) oder das Umfeld (Negativform) als Papierschablone gut. Und als 2. Text, die Ihnen gefallen, gesetzt oder kalligrafiert und DIN A4 Blättern. Papiere von 80-110g/qm. Ältere Kleidung mitbringen!

Scribble – Skizze

bei Thomas Heger

Thema „Fundstücke“
Beim Schnellzeichnen (Skizzieren) geht es vor allem um schnelles Erfassen.
Man muss sich trauen – nicht zögern! Der Stift darf nicht ruhen! Fehler werden nur in der größten Not mit dem Radiergummi korrigiert.
Lieber zart beginnen und dann kontrastreicher werden.
Es steht ein Netzwerk der Entscheidungen und des zeitlichen Vorgehens.

Es stehen eine Auswahl von pflanzlichen Fundstücken zur Verfügung.
Die eine Form ist denkbar einfach, die andere höchst komplex in ihrer Erscheinung.
Ihre spezifischen Oberflächen und ihr unterschiedliches Volumen geben uns zeichnerischen Anlass!

Serielles Arbeiten hilft die einzelne Zeichnung nicht überzubewerten, sondern die Wegstrecke wichtiger zu nehmen.

Farbe kann Stimmung transportieren.
Formen können Assoziationen wachrufen.
Der Mensch schöpft dabei aus persönlich gemachter Erfahrung, oder auch aus Erlerntem.
Ein Beispiel zum Thema Farbe.
Jede Jahreszeit hat eine bestimmte Farbpalette. Die Nacht hat eine andere Stimmung als der Tag.

Gleiches gilt für Formen. Die Stadt hat ein anderes Formvokabular als die Natur.
Wir suchen nach einer Verbindung von Farb- und Formelementen.

Wir bilden aber nicht Reales nach. Kein Haus, keinen Baum, sondern nutzen ein abstraktes Formrepertoire.

Wir bleiben bei einfachen Strichen, Flächen, Rhythmen und versuchen eine Stimmung zu erzeugen.
Es entsteht eine Gebilde aus Farbe, Form und Rhythmus.

Das kommt einem Lebensgefühl nahe, wie wir es aus der Werbung kennen.
So entsteht nur aus Form und Farbe das Image von  Bio, Business, Techno, Urlaub oder Nightlife.

Wir nehmen die Stichworte:
Outdoor
Nightlife
Frozen

Materialliste:

Techniken: Bleistift auch Buntstifte, Kohle/Kreide, Filzstifte und Mischtechnik mit wässrigem Medium, bis hin zu Collageelementen.

Mittagspausen-Programm
DesigNap, der Profi-Mittagschlaf bei Andreas Lanig (12:45 Uhr bis 13:15 Uhr)

Mittagspausen-Programm
Typo-Quiz bei Andreas Maxbauer (12:45 Uhr bis 13:15 Uhr) – online.

Mittagspause (bis 13:30 Uhr)

Kursangebot Samstag Nachmittag (14:00 bis 16:30 Uhr)

TypeCookers – spielerischer Schriftentwurf

bei Andreas Lanig

Materialliste:

Bitte Beitrag per E-Mail (andreas.lanig@diploma.de) anmelden.

THINKING DESIGN

bei Tilo Staudenrausch

Wie geht Kreativität? Was hat das mit Design zu tun und was kann man im richtigen Leben damit anfangen? Thinking Design statt Design Thinking!

Materialliste:

AKT

bei Martina Wetzel und Thomas Heger

Aktzeichnen ist eine wunderbare Gelegenheit, genaues Hinschauen zu üben. Über ein minimales Grundgerüst aus Basiswissen nähern wir uns der Darstellbarkeit menschlicher Figur. Aus Spielen wird Wiederholen wird Üben wird Gestalten.

Materialliste:

Mitzubringen: Bleistifte in verschiedenen Weichheitsgraden, ab HB bis B8. Buntstifte, mit denen sie gerne zeichnen. Copicmarker/oder andere Marker (6 Farben reichen). Aquarellfarben (kleiner Kasten) und Pinsel und Wasserbecher.

MENSCHEN ZEICHNEN

bei Christiane ten Hoevel

Menschen zeichnen ist eine wunderbare Gelegenheit genaues Hinschauen zu üben. Über ein minimales Grundgerüst aus Basiswissen nähern wir uns der Darstellbarkeit menschlicher Figur. Aus spielen wird wiederholen wird üben wird gestalten.

Materialliste:

alles ist Material

DEN RICHTIGEN TREFFEN – ZIELGRUPPENPRÄFERENZEN IDENTIFIZIEREN UND DARSTELLEN

bei Andreas Maxbauer

Menschen habe ihre stilistischen Präferenzen, Menschengruppen und Wirtschaftsbranchen erst recht. Das Seminar zeigt Möglichkeiten auf, mit Hilfe von Moodboards Vorlieben in Schriften und Layout aber auch bei Farben und Bildern zu erkunden und darzustellen.

Materialliste:

Digitale Cocktailbar (ab 17:00 Uhr)
Reales Ausklingen lassen des Tages in BSA

Sonntag, 21. November 2021

Kursangebot Sonntag Vormittag (09:00 bis 11:30 Uhr)

MARK-ANTE ZEICHEN

bei Tilo Staudenrausch

Hey, ich brauch da mal ein Logo. Welche Rolle spielen Marken und Markenzeichen in der aktuellen, digitalen Entwicklung. Eine Diskussionsrunde mit offenem Ausgang.

Materialliste:

PRINTWERBUNG – DOS AND DON’TS

bei Martina Wetzel

PRINT LEBT ! Im Zeitalter des Internets, ist Printwerbung weiterhin ein wichtiges Instrument der Kommunikation. Tausende Menschen lesen jeden Morgen Zeitung, ebenso werden Zeitschriften mit verschiedenen Themenschwerpunkten gekauft und gelesen. Es lohnt sich also auch in diesem Bereich zu werben. Das Ziel der Veranstaltung ist, das eigene Urteilsvermögen im Kontext der werblichen Kommunikation zu schärfen.

Materialliste:

Aktuelle Zeitschriften und Zeitungen, A4 Papiere, Bleistifte, Buntstifte

DENK MIT DER HAND

bei Christiane ten Hoevel

Woher weiß ich was ich denke, bevor ich sehe was ich mache? Eine leichtfüßige und dennoch tiefgehende Methode, mit der sich Materialskizzen zur Klärung und Präzisierung von Fragestellungen nutzen lassen.

Materialliste:

folgt

PROFIL OHNE NEUROSE – DIE ENTWICKLUNG EINES PERSÖNLICHEN, MARKTFÄHIGEN PROFILS ALS DESIGNER

bei Andreas Maxbauer

Es geht darum die eigenen Stärken zu erkennen, diese weiterzuentwickeln und zu einer eigenen, für Arbeitgeber und Kunden schlüssigen Selbstdarstellung auszubauen, die sich von denen der Mitbewerber absetzt.

Materialliste:

Das eigene Mockup

bei Christina Neubert

Fotografieren von Semesterarbeiten mit kleinen Besonderheiten und Nachbearbeitung in Photoshop. Austausch von Seiten und Inhalten über Smartobjekte – quick and dirty.

Materialliste:

Kamera/Smartphone, Adobe Photoshop

Buchbinden und Prototyping

bei Christiane Wegner-Klafszky

Individualität statt Mainstream, Selbermachen statt kaufen: Wir gestalten und binden ein japanisches Blockbuch als Skizzenbuch. Dabei beziehen wir u.a. die besten Ausschnitte von alten Arbeiten mit ein. Das macht das Buch sofort spannend.

Materialliste:

Dazu bitte alte Arbeiten, z.B. Zeichnungen aller Art, Ausdrucke, Arbeiten auf besonderen Papieren mitbringen. Die Blätter sollten nicht stärker als 120 g/qm sein und das Format Höhe 14,8 cm x 42 cm Breite maximal haben.

Ideen visualisieren mit den Mitteln der Malerei

bei Thomas Heger

Wir gehen dieses Mal einen anderen Weg mit dem Thema Farbe/ Malerei. Farbe kann Stimmung transportieren. Formen können Assoziationen wachrufen. Der Mensch schöpft dabei aus persönlich gemachter Erfahrung, oder auch aus Erlerntem. Ein Beispiel zum Thema Farbe. Jede Jahreszeit hat eine bestimmte Farbpalette. Die Nacht hat eine andere Stimmung als der Tag. Gleiches gilt für Formen. Die Stadt hat ein anderes Formvokabular als die Natur. Wir suchen nach einer Verbindung von Farb- und Formelementen. Wir bilden aber nicht Reales nach. Kein Haus, keinen Baum, sondern nutzen ein abstraktes Formrepertoire. Wir bleiben bei einfachen Strichen, Flächen, Rhythmen und versuchen eine Stimmung zu erzeugen. Es entsteht eine Gebilde aus Farbe, Form und Rhythmus. Das kommt einem Lebensgefühl nahe, wie wir es aus der Werbung kennen. So entsteht nur aus Form und Farbe das Image von Bio, Business, Techno, Urlaub oder Nightlife. Wir nehmen die Stichworte: Outdoor Nightlife Frozen

Materialliste:

Im Präsenzworkshop werden alle Materialien gestellt.

Abschluss, Feedback, Reflektion (12:00 bis 12:30 Uhr)

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